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Die 5 ungewöhnlichsten Coming Outs der Geschichte | Terra X

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Coming Outs waren noch nie leicht. Wir nehmen den Begriff mal wörtlich. Hier sind die fünf ungewöhnlichsten Coming Outs der Geschichte:

Beim Anblick der antiken Statuen von Helden und Göttern ist es um ihn geschehen: Johann Winckelmann. Sein Leben lang studiert er die Kunst des antiken Griechenlands. Für seine Zeit ein Novum. In seinem Werk über die griechische Kunst beschreibt er ausgiebig die Ästhetik der Körper, die entweder leicht bekleidet oder ganz nackt dargestellt sind. Dabei fällt schnell auf, dass Winckelmann nicht nur kunsthistorisches Interesse an den Darstellungen der männlichen Pracht hat. Aber im 18. Jahrhundert ist ein öffentliches Coming Out mehr als schwierig.

Ein Coming Out im wörtlichen sind ist das erlösende Ende eines Machtkampfes zweier Männer. Ende des 11. Jahrhunderts geraten Heinrich der IV. und Papst Gregor der VII. aneinander. Am Ende verhängt der Papst einen Kirchenbann gegen Heinrich und entbindet das Volk von seinem Treueeid. Gregor macht Heinrich machtlos. Daraufhin verlässt Heinrich im Büßergewand seine königlichen Gemächer Richtung Italien. Drei Tage soll Heinrich wie ein Schlosshund vor den Toren der Burg Canossa gejammert haben. Dann geschieht ein Coming Out: Gregor öffnet die Tore, geht Heinrich entgegen und begnadigt ihn.

Der 2. September 31 vor Christus ist das Datum für unser nächstes Coming Out. Der Schauplatz: Eine Seeschlacht. Nach Caesars Tod wird das Römische Reich aufgeteilt. Caesars Ziehsohn Octavian übernimmt den Westen. Marcus Antonius, ein treuer Anhänger Caesars, den Osten. Um ihr Bündnis zu festigen, heiratet Antonius Octavians Schwester. Soweit so gut, aber Herzensangelegenheiten waren noch nie einfach. Denn Antonius verliebt sich in Kleopatra und zieht zu ihr nach Ägypten. Octavian sieht diesen Bruch als Chance das ganze römische Reich unter seine Herrschaft zu bringen. In der Nähe der Hafenstadt Actium kommt es zum Showdown.

Das nächste Coming Out ist eine wahre Massenbewegung und unzertrennlich mit diesem Mann verbunden: Mose. Wir befinden uns im 13. Jahrhundert vor Christus und Ramses der Zweite herrscht in Ägypten. Der Pharao lässt er viele Tempel für die Nachwelt bauen. Dafür braucht er Sklaven. Die gehören zu einem Großteil zum Volk der Hebräer und haben keine Lust mehr für den ägyptischen Unterdrücker zu schuften. Wie passend, dass Mose von Gott diesen Auftrag bekommt: Ich möchte für mein Volk ein Coming Out und du wirst es anführen.

Unser Platz 1 aus dem 9. Jahrhundert ist wahrscheinlich mehr eine Legende als Wahrheit, aber immerhin mit doppeltem Coming Out. Die Rede ist von Päpstin Johanna. In offiziellen Papstchroniken ist kein Wort über sie zu lesen. Doch seit dem Mittelalter halten sich die Gerüchte um eine Frau auf dem Stuhl Petri hartnäckig. Bei einer Prozession kommt zum doppelten Coming Out: bei Johanna setzen unerwartet Wehen ein. Sie bringt ein Kind zu Welt und ihren Anhängern wird schlagartig klar „Skandal! Der Papst ist eine Päpstin!“


Dieses Video ist eine Produktion des ZDF, in Zusammenarbeit mit
Gruppe 5.


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Suchwörter
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